MUSIK AUS INDIEN
Sunil Banerjee - Sitar

Bild von Sunil Banerjee
Klassische Indische Musik


Inhalt


Biographische Information

Sunil Banerjee

geboren in Burnpur, West-Bengalen, stammt aus musikalischem Elternhaus und begann schon sehr früh, sich mit seinem Instrument, der Sitar, zu beschäftigen. 1952 - 1958 folgte ein intensives Musikstudium bei bedeutenden Künstlern der Musikakademie Calcutta. Seine Technik und seine Improvisationskunst verfeinerte er bei dem berühmten Sitarspieler Pandit Nikhil Banerjee und besitzt mehrere Live-Aufnahmen seiner Konzerte.
Nicht nur in Indien, sondern auch in Deutschland und vielen europäischen Ländern hat Sunil Banerjee in zahlreichen Konzerten sein ausgereiftes Können gezeigt und viele Freunde seiner Musik gefunden.
Seine musikalischen Aktivitäten erstrecken sich auch auf Seminare und Workshops. Fernerhin führte er erfolgreiche Experimentalkonzerte mit europäischen und indischen Instrumenten im Rahmen von indischen Kulturwochen durch. Zu Hermann Hesse`s "Siddhartha" schuf er stimmungsvolle Kompositionen, die große Anerkennung fanden.
Eines der Höhepunkte seiner Konzerttätigkeit war ein gemeinsames Konzert mit
Zubin Mehta im Prinzregenten-Theater anläßlich des 70-jährigen Bestehens des Indien Instituts in München.

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Discographie

Sunil Banerjee/Shankarlal - Musik aus Indien, MC

Sunil Banerjee/Shankarlal - Musik aus Indien, München 1993, CD

Sunil Banerjee/Shankarlal - Evening Raga, München 1995, CD

Sunil Banerjee/Shankarlal - Morning Raga, München 1996, CD

Sunil Banerjee/Shankarlal - Klassische Indische Musik 1998, CD

Sunil Banerjee/Shankarlal - Raga Meditation, MC und CD

Sunil Banerjee/Subrata Manna - Raga Mishra Kafi 1999, CD

Sunil Banerjee/Shankarlal/Vitus/Tony - Hush 1995, CD

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Bedeutende Konzerte

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Aktuelle Konzerte

 

 

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Kontaktinformation

Anfragen für Konzerte und Sitar-Unterricht

Postadresse
Sunil Banerjee

Bert-Brecht Str. 25
85386 ECHING
Germany

E-Mail-Adresse
sunil.banerjee@t-online.de

Web-Adresse
http://www.sunil-banerjee.de

Telefon
089/ 3192880

Fax-Nummer
089/ 31812850

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Klassische Indische Musik

Musikgeschichte

Indien entfaltete und pflegte seine musikalische Tradition schon lange vor der Epoche des Christentums. Aus alten vedischen Schriften geht hervor, daß die Musik in erster Linie religiösen Charakter hatte. Für den gläubigen Inder ist sie nicht nur schöpferisches Kunstwerk, sondern auch religiöse Handlung.
Das erste Werk, das sich ausführlich mit der Geschichte der Musik Indiens beschäftigt, ist das Natya-Sastra aus dem ersten Jahrhundert nach Christus. Da dieses Werk ein äußerst kompliziertes System beschreibt, muß ihm schon eine lange Entwicklung vorausgegangen sein.

Im Laufe vieler Jahrhunderte haben sich verschiedene Musikrichtungen herausgebildet.

1. Marga-Sangit: Musik nach alten geheiligten Regeln
2. Desi-Sangit: Klassische Kunstmusik
3. Hindustani-Sangit im Norden Indiens
4. Karnataka-Sangit im Süden Indiens
5. Loka-Sangit: Volksmusik der Hindu-Dörfer
6. Pancama-Sangit: Musik der Eingeborenenstämme

Musiktheorie

Die indische Tonleiter besteht aus sieben Haupttönen, die etwa der europäischen Dur-Tonleiter in reiner Stimmung entsprechen (c d e f g a h c), und fünf abgewandelten Tönen, die annähernd den Halbtönen (des es fis as b) gleichen. Dazwischen liegen noch feinere Intervalle, die keine große Bedeutung haben, sondern als Ornamentierung der Haupttöne anzusehen sind. Im Ganzen besteht die indischen Tonleiter aus 22 ungleichen Intervallen (Srutis).
Der Grundton Sa(c) stellt in der indischen Musik ein außerordentlich wichtiges Element dar. Er ist unveränderlicher Bezugspunkt und Basis, auf dem das gesamte musikalische Bauwerk ruht.

Raga

In seinem ursprünglichen Sinn bedeutet Raga Atmosphäre, Stimmung, Farbe. Musikalisch betrachtet ist ein Raga eine wissenschaftlich genaue Musikform, der eine bestimmte auf- und absteigende Tonskala zugrunde liegt. Es werden Tonfolgen von 5, 6, 7 und 8 Tönen verwendet. Als Melodietyp hat jeder Raga seine eigene prinzipielle Stimmung und ist entweder Tages- oder Jahreszeiten zugeordnet oder drückt die menschliche Gefühlswelt aus. Jeder Raga ist aus dem Augenblick geboren und in seinem Tongefüge nicht reproduzierbar.

Die äußere Form eines Raga bilden drei Sätze:

Der erste Satz nennt sich Alap. In einer langsamen meditativen Einleitung wird Ton für Ton, zuerst in den tiefen Lagen, später in den höheren, die Struktur eines Raga entwickelt. Im zweiten Teil, dem sogenannten Gat, setzt die Begleitung der Trommel (Tabla) ein. Hier zeigen die Musiker in ständigem Dialog und Wechselspiel ihre melodischen und rhythmischen Variationen. Das Jhala, ein Finale in sehr schnellen Tempo, bildet den dritten Teil. Es ist die Steigerung zum virtuosen Höhepunkt, in dem instrumentales Können und technische Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden.

Besonders hervorzuheben ist, daß die indische Kunstmusik ausschließlich solomusik ist. Es gibt keinen Chor und kein Orchester, denn ein gehäufter Klang würde all die feinen Nuancierungen zerstören und damit die Musik ihrer Atmosphäre berauben.

Tala

Ein wichtiges Element der indischen Musik stellt der Rhythmus, der Tala, dar. Er wird von der Tabla angegeben und ist ein Zyklus, der aus einer gewissen Anzahl von Schlägen besteht, so etwa 7, 10, 12, 16, Schläge. Ein solcher Zyklus besitzt eine ganz bestimmte Struktur, die durch die Verteilung der verschiedenen Schläge hervorgerufen wird. Innerhalb eines Zyklus bleibt dem Instrumentalisten und dem Tablaspieler Zeit zu improvisieren. Jedoch müssen sie am Anfang eines neuen Zyklus auf dem betonten Schlag Sam wieder zusammentreffen.

Instrumente

Sitar

Die Sitar ist eines der bekanntesten und beliebtesten Saiteninstrumente Nordindiens. In ihrer jetzigen Form kennt man sie seit etwa 700 Jahren. Bestehend aus einem getrockneten Kürbis als Resonanzkörper und einem langen Hals aus Teakholz, hat sie ein Griffbrett mit 20 Metallbünden über die 7 Spielsaiten und 13 Resonanzsaiten gespannt sind. Das Instrument wird auf den zu spielenden Raga gestimmt. Mit einem Metallplektrum bringt der Musiker die Spielsaiten zum Klingen.

Tabla

Die Tabla ist eine fellbespannte zweiteilige Trommel. Die rechte Hand-Trommel (Dayan) wird mit einem Hammer auf den Grundton des Ragas gestimmt. Durch verschiedene Anschlagarten und Anschlag an verschiedenen Stellen werden vielfältige Schattierungen erzielt. Die linke Hand-Trommel (Bayan) ist die Baßtrommel und wird zusammen mit der Dayan vom Spieler kunstvoll variiert.

 

Tanpura

Die Tanpura, die man in verschiedenen Größen findet, dient zur Begleitung von Vokal und Instrumentalmusik. Äußerlich ähnelt sie der Sitar und besitzt vier oder fünf Saiten, verfügt aber über keine Bünde. Die Tanpura hat keine eigene melodische Funktion, gibt aber mit ihren obertonreichen Nuancen einen sogenannten Klangteppich für die Sitarkomposition.

 


Sitar und Tabla

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Fotos


Besinnliche Stunden mit Pandit Nikhil Banerjee


Pandit Ravi Shankar genießt die Gastfreundschaft


Im Gespräch mit Zubin Mehta


Subrata Manna - Tabla Sunil Banerjee - Sitar


Shankarlal, Zubin Mehta und Sunil Banerjee
Konzert in Prinzregententheater München


Zubin Mehta, Frau Gedon und Sunil Banerjee


Sunil Banerjee, Robi Ray und Parviz Ayan


Parviz Ayan - Tabla und Sunil Banerjee - Sitar


Sunil Banerjee mit Prof. Hartmann und Herzog v. Bayern


Sunil Banerjee (Mitte) mit ind. Botschafter Ranen Ray


Lydia und Sunil Banerjee mit Kultusminister Zehetmeier


Ind.General Konsul J.S.Mukul und Sunil Banerjee


Frau v. President Herzog mit Sunil Banerjee und Frau Brigitte Gedon


Herr Gedon, Sunil Banerjee und Ministerpresident Dr.Goppel


Sunil Banerjee und indische General Konsul Mr. Mudgal


Im Gespräch mit ind. Gen. Konsul Mr. Mudgal und Konsul Mr. Krishna

 

 

 

 

 

 

 

 

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Links

http://www.india-instruments.de

http://www.tabla-site.de

http://www.rythmelody.com

 

 

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Copyright-Sunil Banerjee
Stand: 03. Februar 2009